Mit Ultra Light Rute auf kapitale Hechte ?!?!?!?

Angler fragenKategorie: AngeltaktikMit Ultra Light Rute auf kapitale Hechte ?!?!?!?
Daniel Neubauer fragte vor 2 Jahren

Moin Ihr Angler da draußen. Wie in meinen Titel schon zu erkennen geht es um das Angeln mit Ultra Light Ruten. Ich überlege schon seit einiger Zeit ob ich mal das Gramm Limit (12gr) an meiner Ultra Light Rute an die Grenzen bringe um damit mal große Hechte zu fangen. ich hatte jetzt schon mal Paar Hechte gehabt nix dickes dabei. aber wenn man doch mal ne Nummer größer fangen will frage ich mich nur ob das die Rute und Rolle (1000ner) überhaupt schaffen. Oder sollte man doch eher auf die etwas härtere Rute umsteigen oder kann man es einfach mal probieren ohne das einen gleich die ganze Ausrüstung um die Ohren fliegt. Was sind eure Erfahrungen ? Vielen Dank

7 Antworten
Denny antwortete vor 2 Jahren

Moin Daniel,
fische eine HTO Rockfish(0.5-7g) und 4g Crankbait ohne Stahlvorfach auf einer 1000’er Shimano Aernos und fange damit auch große Hechte!!! Schöne Drill’s!!! Beim Anschlag habe ich die Hand auf der Rolle danach lasse ich den Fisch über die Bremse genug Spielraum das die Schnur (0,06 Geflecht) nich reißen kann!!! Tolle Drill’s is also auch machbar mit ultralight!!!!
 

Richard Hoffmann antwortete vor 2 Jahren

Hey Daniel,
probiere mal die 7.5er LK oder 10er LK mit einem kleinen JigKopf.
Petri!

Lui Schmid antwortete vor 2 Jahren

Mit der Rolle geht das theoretisch ist super. 
Warum auch nicht die Rolle hat ja nichts mit der Stärke des Fisches. Nur die Bremse sollte ganz gut sein und man sollte sie relativ fest zumachen können es sei denn du machst das wie Denny, dann braucht’s nichtmal das.
 
Das Problem sehe ich eher in der Rute.
Selbst wenn du nen Riesenhecht dran hast bezweifle ich, dass die Rute bricht.
Allerdings musst du beim Anschlag aufpassen. Wenn du da nicht richtig stark durchziehst, sitzt der Haken nicht.
 
Also: Theoretisch möglich,
Praktisch wenn du beim Anschlag aufpasst      auch.

Boy-Ole antwortete vor 2 Jahren

Klar wäre es sicher einfacherer einen großen hecht mit einer schwereren rute zu Drillinge, aber mein pb Fisch auf eine ultralightrute liegt bei 83cm (dorsch) es hat 20 Minuten gebraucht, aber mit etwas Erfahrung kann man auch gut (mit stahlvorfach) bezwingen 

Jörn Müller antwortete vor 2 Jahren

Ich habe gerade schon in einer anderen Frage dazu was geschrieben. Auch wenn es viel Spaß macht einen langen Drill mit einer UL Rute zu provozieren denkt doch bitte auch daran das ihr den Fisch dadurch sehr viel Stress aussetzt und wir sollten in erster Linie darauf achten das wir schonend mit Ihnen umgehen und dazu gehört ein schnelles in den Kescher bringen. Aber nachvollziehen kann ich den Spaß am Drill natürlich trotzdem. Gruß Jörn
 

Jörn Müller antwortete vor 2 Jahren

Ein kapitaler Hecht liegt über der 1m Marke und da wirst du mit einer UL Rute generell ein Problem bekommen. Wer gezielt auf Hechte fischt kennt den Kräfteunterschied zwischen einem 80er 100er oder 120er Hecht. Da liegen Welten dazwischen im Kräfteverhältnis. Daher sollte nur mit abgestimmten Gerät auf Kapitale Hechte gefischt werden.

Raubfisch antwortete vor 2 Jahren

Also ich kann aus eigener Erfahrung berichten, dass es wirklich schwierig, aber dennoch möglich ist. Allerdings muss der Angler sein Handwerk verstehen und genug Drillerfahrung haben, sonst gibt es ein böses Ende. Reaktion und Gegenreaktionen zum Verhalten des Fisches müssen hier intuitiv, wie das Schalten beim Autofahren, kommen. Eine UL hat einem Kapitalen wenig entgegenzusetzen, also muss man den Fisch über die Bremse ausdrillen. Hier ist es wichtig, dass man mit einer hochwertigen Rolle fischt, die sehr fein und ruckfrei bremst und auch ein gewisses Fassungsvermögen hat. Wer jemals einen Fisch im Meterbereich gedrillt hat weiß, welche enormen Kräfte so ein Hecht entwickeln kann, besonders im Nahbereich. Wenn da die Bremse ruckelt, ist der Fisch verloren. Auch ist es wichtig, dass pro Kurbelumdrehung ein adäquater Schnureinzug vorhanden ist, um die Schnur immer auf Spannung zu halten, damit er sich nicht losschütteln kann, wenn er auf einen zuschwimmt und womöglich auch noch springt. Hier muss man ein Mittelmaß finden. Zu wenig Spannung: der Fisch schüttelt sich los. Zu viel Spannung: der Fisch zerreißt die Schnur beim schütteln oder springen. Der Rutenbruch wäre hier der super-GAU. Die Gefahr mit einer geflochtenen Schnur ist da wesentlich höher. Deswegen fische ich auf Hecht lieber mit einer monofilen, die noch eine gewisse Pufferwirkung hat. Die aufgelisteten Probleme kann man reduzieren, wenn man sein Gerät an den Zielfisch anpasst und eine mittelschwere, nicht zu harte Rute und eine entsprechende Rolle mit monofiler Schnur und fein justierbarer Frontbremse benutzt. Zu guter letzt sollte man noch die Drillinge austauschen und anpassen, da der Hecht mit diesen sonst kurzen Prozess macht.

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